Häufig gestellte Fragen

Wir haben hier alle Fragen zur Organisation, Architektur und finanziellen Aspekten des Grünen Marktes gesammelt. Falls du noch andere Fragen hast, die du hier nicht findest, freuen wir uns auf deine E-Mail an wohnen@gruenermarkt.at. Wir ergänzen den Fragenkatalog laufend.

Architektur

Unsere Dachterrassen werden von idealice Landschaftsarchitektur geplant. Wir sind an diesem Prozess beteiligt und bringen unsere Vorstellungen und Bedürfnisse ein.

Wir sind gerade dabei, ein Wohnungskonzept zu erarbeiten, das möglichst viele Lebensformen einschließt. Die geplanten Wohnungen sind zwischen 30 m² und 120 m². Die größeren Einheiten sind auch teilbar, wenn sich die Familiensituation verändert. Grundsätzlich können die privaten Wohnungen kleiner ausfallen, weil ein guter Teil des Lebens in den Gemeinschaftsräumen stattfinden soll. So nutzen wir den zur Verfügung stehenden Platz synergetisch und nachhaltig.

Die jetzigen Mitglieder konnten ihre Wohnung (Raumanordnung, Anzahl der Fenster, Installationen u.v.m.) mit Unterstützung der Architekten selbst planen. Bald nach dem Baubeginn (November 2017) müssen die Pläne aber fertig beim Bauträger eingereicht werden. Damit stehen für neue Mitglieder lediglich vorab geplanten Wohnungen zur Verfügung. Nichtsdestotrotz wird die Arbeitsgruppe Architektur drei Ausstattungsvarianten vorbereiten (u.a. für Böden, Sanitärbereich, Türen), aus denen du wählen kannst. Zusätzliche Wünsche sind nicht im Preis inbegriffen und müssen von dir extra bezahlt werden.

Ja, mindestens im Rahmen der gesetzlichen Vorschrift. Alle Arbeitsgruppen befassen sich mit diesem Thema in ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich.

Der Wohnbereich ist durch ein eigenes Stiegenhaus und einen separaten Eingangsbereich zugänglich. Alle Bereiche im Haus sind getrennt, es gibt aber die Möglichkeit des Einblicks in den gewerblichen Bereich.

Grundsätzlich keine. Die Gemeinschaftsräume, inklusive der beiden Terrassen, sind nur den Bewohner*innen und unseren Gästen zugänglich. Die scala publica und die Gewerbeflächen im Erdgeschoss sind offen für die Allgemeinheit.

Unser Haus verfügt über viele Gemeinschaftsräume mit insgesamt 1.000 m² Fläche. Darauf sind wir besonders stolz. Wir haben sie in einem gemeinsamen Workshop entwickelt und nach unseren Vorstellungen geplant:

  • Gemeinschaftsküche
  • Kinderspielzimmer
  • Kaminzimmer
  • Scala publica, die große Freitreppe mit Bibliothek und Kino
  • Sauna, Ruhe- und Yogaraum
  • 2 Fahrradräume
  • Werkstatt für grobe Handwerkstätigkeiten
  • Kreativraum mit Nähmaschine, Töpferscheibe u.a.
  • 2 Terrassen mit insgesamt 750 m² im 4. und im 8. Stock.

Konzept, Lage und Größe der Gemeinschaftsräume und der beiden Terrassen sind fertig. Du kannst dich aber noch in in die Detailplanung bzgl. Ausstattung einbringen.

Im Rahmen der weiteren Planung werden wir die Grundelemente der Innenausstattung planen. Prinzipiell ist es uns wichtig, auf ökologische Materialien zu achten. Wir wollen den Standard eines Niedrigstenenergiehauses mit kontrollierter Wohnraumbe- und entlüftung erreichen. Unser Haus ist kein Passivhaus.

Neues Leben – Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Reg. Gen.m.b.H.

Wir sind an das Fernwärmenetz angeschlossen, und genießen damit eine sehr nachhaltige Wärmeversorgung. Die Wohnungen sind mit Fußbodenheizung ausgestattet.

Finanzen

Unser Verein “Wohnen im Grünen Markt” kauft vom Bauträger einen Teil des Hauses. Dieser Teil enthält die Wohnungen, die Gemeinschaftsflächen, manche Gewerbeflächen, sowie einen Teil des Grundstücks. Damit ist der Verein Eigentümer von ca. zwei Drittel der Flächen. Wir Bewohner*innen sind Vereinsmitglieder und besitzen damit einen aliquoten Anteil an unserem Hausteil. Wir sind nicht Eigentümer*innen unserer eigenen Wohnungen, sondern schließen Nutzungsverträge mit dem Verein ab.

Die restlichen gewerblich genutzten Flächen des Hauses verbleiben im Eigentum vom Bauträger Neues Leben.

Der Verein „Wohnen im Grünen Markt“ kauft das Haus vom Bauträger. Das heißt, dass die Finanzierung in der Bauphase großteils beim Bauträger Neues Leben liegt.

Um den Kaufpreis von ca € 12,6 Mio. aufzubringen, nimmt der Verein einen Bankkredit auf. Voraussetzung dafür sind die Eigenmittel der Bewohner (siehe “Was kostet mich das Wohnen im Grünen Markt?”), die bis 17. September 2018 auf ein Treuhandkonto einzuzahlen sind. Spätere Einzahlungen sind für Neue Mitglieder (die derzeit noch nicht beigetreten sind) unter bestimmten Umständen möglich.

Zeit – aktive Teilnahme am Verein

  • Stunden für den Verein: Für die gemeinschaftliche Projektentwicklung und die Aktivitäten nach Einzug verpflichtet sich jedes erwachsene Mitglied etwa 10 Stunden pro Monat an Engagement einzubringen, z.B. durch Mitarbeit in Arbeitsgruppen, bei der Organisation von Festen und später bei der Betreuung der Gemeinschaftsräume und für Verwaltungstätigkeiten. In der intensiven Entwicklungsphase können auch mehr Stunden notwendig werden, langfristig soll sich das auf 10 Stunden pro Monat ausgleichen.

Geld – Kosten in der Planungsphase pro Person:

  • Vereinsbeitrag Grüner Markt: Einmalige Kosten pro erwachsener Person, fällig mit Vereinsbeitritt. Dieser erhöht sich je nach Einstiegszeitpunkt als Kompensation für die Vorleistungen derer, die bereits viel Zeit in das Projekt investiert haben. Bei Einstieg in den Verein nach Juli 2018 liegt der Vereinsbeitrag bei € 2.500 pro erwachsener Person und ist nicht rückerstattbar.

Geld – Kosten zu Beginn und in der Wohnphase:

  • Ausstattungsbeitrag für die Gemeinschaftsräume: der genaue Betrag ist noch offen (derzeit kalkulieren wir € 2.700,- € pro erwachsener Person), fällig wird dieser im Februar 2019. Diesen Betrag bekommst du abzüglich einer Abschreibung über 10 Jahre bei Ausstieg (Auszug) wieder zurück.
  • Eigenmittelanteil: Wir streben einen Eigenmittelanteil von € 760 pro Quadratmeter mietzinstragende Fläche an. Fällig wird dieser am 17. September 2018. Die Eigenmittel bekommst du anhand unseres Rückerstattungsmodells (siehe „Was bekomme ich bei einem Ausstieg zurück?“) bei Auszug abzüglich Abwohnung retour.
  • Nutzungsentgelt: Das monatliche Nutzungsentgelt soll bei ca. € 12,50 – € 13,00 pro Quadratmeter mietzinstragende Fläche für deine Wohnung liegen. Das Nutzungsentgelt setzt sich zusammen aus den Kosten für die Kreditrückzahlung, den Bewirtschaftungskosten (z.B. Rücklagen Leerstand, Erhaltungs- und Verbesserungsbeitrag), den Hausbetriebskosten und der Umsatzsteuer. Das Nutzungsentgelt steigt jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex.
  • Vereinsbeitrag: Pro erwachsener Person wird ein monatlicher Vereinsbeitrag von € 10 eingehoben – dieser berechtigt dich zur Nutzung von ca. 500 m² Gemeinschaftsräumen und ca. 750 m² Terassenfläche.

Beispielwohnung 1: 1 Erwachsener, 50 m² Wohnfläche, 15 m² Freifläche (=57,5 m² mietzinstragende Fläche)
Einmalerlag: € 2.500,00 bei Vereinsbeitritt
Gemeinschaftsräume: € 2.700,-  (Februar 2019)
Eigenmittelanteil: € 43.700,- (bis 17. September 2018)
Nutzungsentgelt/Monat: € 718,75 – 747,50 ab Einzug
Vereinsbeitrag/Monat/Erwachsener Person: € 10,- ab Einzug

Beispielwohnung 2: 2 Erwachsene, 80 m² Wohnfläche, 15 m² Freifläche (=87,5 m² mietzinstragende Fläche)
Einmalerlag: € 5.000,00 bei Vereinsbeitritt
Gemeinschaftsräume: € 5.400,00 (Februar 2019)
Eigenmittelanteil: € 66.500,- (bis 17. September 2018)
Nutzungsentgelt/Monat: € 1.093,75 – 1.137,50 ab Einzug
Vereinsbeitrag/Monat/Erwachsener Person: € 10,00 ab Einzug

Beispielwohnung 3: 2 Erwachsene, 2 Kinder, 100 m² Wohnfläche, 15 m² Freifläche (= 107,5 m² mietzinstragende Fläche)
Einmalerlag:    € 5.000,00 bei Vereinsbeitritt
Gemeinschaftsräume:    € 5.400,00 (Februar 2019)
Eigenmittelanteil:    € 81.700,00 (bis 17. September 2018)
Nutzungsentgelt/Monat:   € 1.343,75 – 1.397,50 ab Einzug
Vereinsbeitrag/Monat/Erwachsener Person: € 10,00 ab Einzug

Ja, das Nutzungsentgelt pro Quadratmeter mietzinstragende Fläche ist für alle Wohnungen dasselbe.

Das Haus und das Grundstück befindet sich in bester Lage. Bei fehlender Liquidität des Vereins – z.B. durch langfristigen Leerstand mehrerer Wohnungen – können im Notfall einzelne (leerstehende) Wohnungen verkauft werden. Alle Wohnungen sind einzeln parifiziert, d.h. sie sind eigene Eigentumseinheiten.

Nein, grundsätzlich müssen nur die Erwachsenen einer Familie in den Verein eintreten. Nur sie gelten als Vereinsmitglieder, für die auch die Beitrittsgebühr, der Ausstattungsbeitrag und der monatliche Vereinsbeitrag zu zahlen ist.

Bei einem einem Auszug aus der Wohnung erstatten wir dir deinen Anteil am Vereinseigentum. Im Detail ist das:

  • deinen Eigenmittelanteil – abzüglich einer jährlichen Abschreibung (Abnutzung) der gesamten Gestehungskosten innerhalb von 3 Monaten nach Auszug
  • deinen Beitrag zur Ausstattung der Gemeinschaftsräume abzüglich Abschreibung über 10 Jahre
  • den Tilgungsanteil deiner monatlichen Nutzungsentgelte. Das ist jener Anteil der monatlichen Wohnkosten, die in die Rückzahlung des Kredits geflossen sind. Die Höhe ist ersichtlich aus der Modellrechnung der AG Recht & Finanzen. Die Rückerstattung erfolgt sobald ein Nachmieter gefunden ist bzw. maximal 3 Jahre nach Auszug.

Ja. Betriebskosten für die Gemeinschaftsräume sind inkludiert. Für die Nutzung ist der Vereinsbeitrag von € 10,- pro Monat zu bezahlen. Ein rückerstattbarer Einmalbetrag von € 2.700,- Euro pro erwachsener Person wird für die Ausstattung der Gemeinschaftsräume eingehoben (siehe auch Rückerstattung Einmalbetrag).

Die Voraussetzung für den Kauf des Hauses ist, dass alle Vereinsmitglieder ihre Eigenmittel zeitgerecht – der hauptteil am 19.09.2018 und letzte Anteile bis spätestens 20.03.2019 – aufbringen können. Sollte das nicht klappen, dann kann der Verein das Haus nicht kaufen, und gibt es keinen Kaufvertrag zwischen dem Bauträger „Neues Leben“ und dem Verein „Wohnen im Grünen Markt“. In diesem Fall bleibt das Haus im Eigentum vom Bauträger, und der Bauträger kann die Wohnungen auf klassischem Wege verwerten, sie also vermieten oder verkaufen. Für diesen Fall bietet der Bauträger uns einen Plan B in Form einer Mietoption.

Für den Fall, dass kein Kaufvertrag zwischen dem Bauträger „Neues Leben“ und dem Verein „Wohnen im Grünen Markt“ zustande kommt, bietet uns der Bauträger einen Plan B. Die Vereinsmitglieder können ihre Wohnungen direkt vom Bauträger mieten. In diesem Fall gibt es einzelne Mietverträge zwischen der Bauträger und den Mietern, nach dem Genossenschaftsmodell. Die genauen Konditionen werden im Moment ausgehandelt, der Bauträger hat uns aber folgendes zugesagt:

  • Der Genossenschaftsbeitrag wird etwas niedriger ausfallen als die Eigenmittel für den Kauf.
  • Die monatliche Miete wird etwas niedriger sein als die monatlichen Kosten in der Kauf-Variante.

Das Haus und die Wohnungen bleiben zumindest 10 Jahre im Eigentum des Bauträgers. Erst danach kann man mit dem Bauträger neue Verhandlungen aufnehmen, ob man die Wohnungen kaufen kann.

Diese Mietoption würde uns erlauben, unseren Traum vom gemeinschaftlichen Wohnen in einer reduzierten Form zu verwirklichen, wir müssten aber deutliche Abstriche machen. Wir könnten einige gemeinschaftliche Projekte nicht umsetzen, wie z.B. einen gemeinsamen Internetanschluss. Weiters müsste ausgehandelt werden, wie mit den vielen Gemeinschaftsräumen umgegangen wird. Soll der Verein diese Flächen mieten – was mit höheren Kosten für die Mitglieder verbunden ist – oder sollen die Gemeinschaftsräume allen Mietern zur Verfügung stehen, die dann nicht notwendigerweise Vereinsmitglieder sind. Insgesamt betrachtet ist das nur die zweitbeste Lösung, und wir setzen alles daran, dass wir nicht auf diesen Plan B ausweichen müssen.

Die mietzinstragende Fläche (MTF) ist die Summe aus den Flächen der Innenräume und der halben Fläche von Loggia oder Balkon (mit Ausnahme von Top2/23 und 2/24 – deren überdurchschnittlich hoher Freiraumanteil wird mit Faktor 0,3 angerechnet). Sie ist die Grundlage für die Kostenberechnung der Wohnungen.

Gemeinschaft

Yoga auf der Dachterasse. Frühstück auf der eigenen Loggia. Ein kurzer Plausch mit Nachbarn auf der Scala Publica, wo du auch neue Lektüre findest. Mittagstisch in der Gemeinschaftsküche. Doch noch überlegt, ein Stündchen im CoCreation Space zu arbeiten. Am Weg dorthin Leute getroffen. Planänderung. Fisch gegrillt auf der Dachterasse mit Blick über die Stadt. Rückzug.

Ja. Die Nutzung der Gemeinschaftsräume mit Tieren ist allerdings nicht erlaubt. Die Dachterrassen bleiben hundefrei.

Weil du deine Nachbar*innen kennen willst. Weil du gerne Räume, Dinge, Zeit teilst und somit Ressourcen sparst. Weil du interessiert am gemeinschaftlichen Wohnen bist. Weil du in der Stadt leben willst, aber nicht auf genug Grünfläche verzichten möchtest…

Wir planen, finanzielle Unterstützung des Nutzungsbeitrages für MitbewohnerInnen bei familiären und gesundheitlichen Härtefällen anzubieten. Zu anderen Arten der Solidarität – auch nicht finanziell – ist jede Idee willkommen. Die weitere Auseinandersetzung mit diesem Thema wird nach Aufnahme von neuen Nachbar*innen fortgesetzt.

Wir haben eine Ombudsstelle, die sich bei Konfliktfällen um eine Lösung bemüht. Das ist z.B. Mediation oder Moderation; falls notwendig unter Zuzug externer Expert*innen. Unsere soziokratische Basis ermöglicht es allen, sich einzubringen oder Einwände zu formulieren, auf die wir aufmerksam eingehen. Viele Konflikte können dadurch frühzeitig wahrgenommen und in unserer Entwicklung berücksichtigt werden.

Organisation

Eine Baugruppe ist ein Zusammenschluss von Personen, die gemeinsam ein Haus bauen. Genau genommen sind wir eine Wohngruppe, die in ein schon geplantes Haus integriert wird. Wir haben trotzdem viel Spielraum, was die Planung unserer Wohnungen und Gemeinschaftsräume betrifft.

Rechtlich sind wir ein eingetragener Verein, der sich soziokratisch organisiert. Weitere Infos unter  http://www.soziokratie.org/

Alle volljährigen Bewohner*innen sind Vereinsmitglieder und arbeiten in einer oder mehreren Arbeitsgruppen mit. Unsere Arbeitsgruppen widmen sich eigenverantwortlich unterschiedlichen Themenbereichen. Jede Arbeitsgruppe hat ein*e Leiter*in und eine*n Delegierte*n. Diese bilden gemeinsam den übergeordneten Leitungskreis, der für die Koordination der Arbeitsgruppen untereinander zuständig ist.

Die Großgruppe (sprich alle Vereinsmitglieder und Kinder) trifft sich monatlich, bei abwechselnden Info- bzw. Feiertreffen. Das gewährleistet einen einheitlichen Informationsstand und lädt zum gemütlichen, informellen Austausch ein.

Jede*r ist in allen Arbeitsgruppen willkommen. Jedes erwachsene Mitglied sollte in zumindest einer Arbeitsgruppe mitarbeiten, manche sind auch in zwei tätig. Man kann sich auch temporär / themenbezogen in anderen Arbeitsgruppen einbringen.

Arbeitsgruppen (AG) und Untergruppen (UG) zum jetzigen Zeitpunkt:

  • AG Organisation
  • AG Recht und Finanzen, UG Vermögenspool
  • AG Architektur, UG Freiraum
  • AG Kommunikation
  • AG Gemeinschaft
  • AG Kooperation, UG Hostelo

Beispiele für Arbeitsgruppen, die es später geben könnte:

  • AG Feste feiern
  • AG Kinderbetreuung
  • AG Sommer
  • AG Mobilität
  • AG Gärtnern
  • AG Einkaufsgemeinschaft
  • AG 2412….usw. – je nach Bedarf.

Bis zum Einzug etwa 20 Stunden im Monat, nach Einzug 10 Stunden im Monat, wobei hier die Gemeinschaftsaktivitäten (sprich “Feiern”) schon eingerechnet sind.
In sehr intensiven Projektphasen können es auch mehr Stunden sein.

Basis unserer Entscheidungen ist die Soziokratie: Es gilt das Konsentprinzip. Die einzelnen Arbeitsgruppen entscheiden selbst bzw. bringen Entscheidungsgrundlagen in den Leitungskreis. Eine Entscheidung wird dann umgesetzt, wenn kein*e Teilnehmer*in einen schwerwiegenden Einwand hat. Leichte Einwände werden diskutiert und protokolliert, aber verhindern die Entscheidung nicht. Das ermöglicht uns effizientes Arbeiten und zügiges Umsetzen.

Wir rufen unsere zukünftigen Nachbar*innen kurzerhand an, wenn wir etwas Persönliches brauchen. Des weiteren kommunizieren wir via E-Mail und halten einander mittels Mailverteiler auf dem Laufenden. Damit die E-Mail-Flut nicht überhand nimmt, gibt es einen wöchentlichen internen Newsletter. Um nicht allen Baugruppenmitgliedern vom Urlaub eine Postkarte schicken zu müssen, nutzen wir eine WhatsApp-Gruppe als zusätzlichen, privateren Kommunikationskanal.

Kooperationen

Ja. Die Machhalle könnte als Austragungsort für unsere Großgruppentreffen dienen. Die Räumlichkeiten und Werkstätten des Otelo stehen auch zur Verfügung. Es wird noch Workshops geben um Synergien und Schnittstellen zu eruieren.

Der Wunsch einer Einkaufsgemeinschaft besteht. Die AG Kooperation verhandelt gerade mit einer bereits bestehenden FoodCoop, die vielleicht ihre Lagerräume zukünftig in unserem Kellergeschoss haben wird.

Ja, das kannst du. Du wärst auch nicht die erste Person. Wir freuen uns über dein Engagement in unserer Gemeinschaft. Es gibt noch freie Gewerbeflächen!

Das Erdgeschoss ist ein öffentlicher Bereich, wo es Marktstände, Lokale und auch einen Veranstaltungsort geben wird. Hier ist es lebendiger und manchmal lauter als in einem normalen Wohnhaus. Wir stehen im enger Zusammenarbeit mit den Betreibern und werden auch mit ihnen gemeinsam Regeln entwickeln, für den Fall, dass unsere Wohnzufriedenheit leidet. In der Planung haben wir schon vorgesorgt; der Laubengang in den Innenhof ist verglast und schützt vor Lärm und Geruch. Insgesamt sehen wir die Machhalle und alle anderen Gewerbetreibenden sehr positiv und freuen uns auf vielfältigste Synergien und Begegnungen.

Geplant ist ein gemeinsames Moblitätskonzept für das ganze Sonnwendviertel. Zusätzlich zahlen alle Häuser 1000 Euro pro PKW-Stellplatz in einen Mobilitätsfonds ein. Mobilitätsprojekte im Sonnwendviertel können später auf dieses Geld zugreifen.
Wir werden selbst auch ein Mobilitätsprojekt in Angriff nehmen. Was, steht noch nicht fest. Von uns geplant bzw. gewünscht sind ein Pool an (Lasten)rädern und Fahrradanhängern, Carsharing usw. – hier sind noch Entscheidungen in einer späteren Projektphase zu treffen. Ideen sind herzlich willkommen!

Ja natürlich. Allerdings gibt es in unserer Tiefgarage nur eine sehr begrenzte Anzahl an Stellflächen: auf voraussichtlich 49 Wohnungen kommen 19 Stellplätze. Überzählige Autos müssen in der Hochgarage im Haus gegenüber Platz finden. Und nur 5 dieser Stellplätze sind Eigentum der Baugruppe, die anderen kann man beim Bauträger anmieten.
Grundsätzlich bevorzugen wir aber nachhaltige Mobilitätsformen wie zum Beispiel: Privates Carsharing, Mobilitätspool, Fahrrad, Öffentliche Verkehrsmittel, …